Eine PDF sieht auf jedem Bildschirm und jedem Drucker gleich aus. Genau deshalb verschicken Firmen Rechnungen, Verträge und Angebote als PDF und nicht als offene Word-Datei, die sich beim Empfänger verschieben kann. Doch "PDF erstellen" meint je nach Situation etwas anderes: Mal reicht ein einfacher Export aus Word, mal braucht es ein Programm, das PDFs auch bearbeiten, zusammenführen oder mit Formularfeldern versehen kann.
Die folgenden Fragen und Antworten klären, welches Werkzeug für welchen Zweck taugt, wo die Grenzen von Bordmitteln liegen und worauf Unternehmen bei Lizenzierung, Sicherheit und Archivierung achten sollten.
Hinter dem Begriff stecken drei sehr unterschiedliche Vorgänge. Der häufigste ist der Export: Ein fertiges Dokument aus Word, Excel oder einem Grafikprogramm wird ins PDF-Format überführt. Der zweite Fall ist das Erstellen einer PDF von Grund auf in einem PDF-Editor, etwa für ein Formular oder eine zusammengesetzte Mappe. Der dritte Fall entsteht beim Scannen: Aus einem Papierdokument wird eine Bild-PDF, die erst durch Texterkennung durchsuchbar wird. Je nachdem, welcher dieser Fälle vorliegt, brauchst du ein anderes Werkzeug.
Der direkte Weg führt über "Datei" und dann "Exportieren" oder "Speichern unter". Als Dateityp wählst du PDF, legst Speicherort und Namen fest und bestätigst. Word übernimmt Überschriften, Links und die Textstruktur in die PDF, sodass der Text markierbar und durchsuchbar bleibt. Über die Schaltfläche "Optionen" lässt sich festlegen, ob nur bestimmte Seiten exportiert werden, ob Lesezeichen aus den Überschriften entstehen und ob die Datei PDF/A-konform sein soll. Für die meisten Briefe, Angebote und Berichte ist das der schnellste und sauberste Weg.
Der Unterschied ist größer, als er wirkt. Beim Speichern oder Exportieren bleibt die logische Struktur erhalten: Text ist auswählbar, Links funktionieren, Überschriften können als Lesezeichen mitgehen. Beim "Drucken" über einen PDF-Druckertreiber wird die Seite dagegen wie ein Ausdruck behandelt und flachgerechnet. Interaktive Elemente und teils auch die Textebene gehen dabei verloren. Für Dokumente, die weiterverwendet, durchsucht oder maschinell ausgelesen werden sollen, ist der Export klar die bessere Wahl. Der PDF-Druck eignet sich eher für schnelle, einmalige Ausgaben.
Ja. Windows bringt mit "Microsoft Print to PDF" einen eigenen PDF-Drucker mit, macOS bietet im Druckdialog unten links "Als PDF sichern", und jeder Browser kann Webseiten über die Druckfunktion als PDF ausgeben. Das genügt für gelegentliche Aufgaben. Die Grenzen zeigen sich, sobald du die fertige PDF nachträglich ändern, Seiten zusammenführen oder Formularfelder einbauen willst. Bordmittel erzeugen die Datei, bearbeiten sie aber nicht weiter.
Sobald PDFs regelmäßig nicht nur erzeugt, sondern auch bearbeitet werden, stoßen Windows-Druck und Word-Export an ihre Grenzen. Ein dediziertes PDF-Programm lohnt sich, wenn du Text und Bilder direkt in bestehenden PDFs änderst, mehrere Dateien zu einer Mappe verbindest, Seiten neu ordnest, Dokumente signierst oder ausfüllbare Formulare baust. Auf Mac, iPhone und iPad ist PDF Expert dafür eine der beliebtesten Lösungen. Wichtig zu wissen: Das Programm gibt es nur für Apple-Geräte, eine Windows-Version existiert nicht.
Am Mac funktioniert der Weg über jeden Druckdialog: Statt zu drucken, wählst du unten links "PDF" und dann "Als PDF sichern". So entsteht aus fast jeder Anwendung heraus eine PDF. Am iPhone und iPad nutzt du das Teilen-Menü und den Befehl "Drucken" oder "Als PDF sichern". Wer darüber hinaus PDFs zusammenstellen, Text einfügen oder Formulare bearbeiten möchte, greift zu einer App wie PDF Expert, die alle diese Schritte auf macOS und iPadOS in einem Programm bündelt.
Hier trennt sich die Spreu vom Weizen, und viele Nutzer unterschätzen die Sache. Word kann eine PDF zwar öffnen, wandelt sie dabei aber in ein bearbeitbares Word-Format um. Bei einfachen Texten klappt das ordentlich, bei Tabellen, mehrspaltigen Layouts oder eingebetteten Grafiken verschiebt sich das Ergebnis oft deutlich. Ein echter PDF-Editor bearbeitet Text und Bilder direkt in der PDF, ohne den Umweg über eine Konvertierung. Wer Verträge, Formulare oder gestaltete Dokumente regelmäßig anpassen muss, fährt mit einem PDF-Programm daher spürbar zuverlässiger.
Ein ausfüllbares Formular braucht echte Formularfelder: Textfelder, Ankreuzkästchen, Auswahllisten und Unterschriftsfelder, die der Empfänger direkt am Bildschirm ausfüllen kann. Word erzeugt beim Export keine solchen PDF-Formularfelder, ein grau hinterlegtes Word-Feld wird beim PDF-Export zu statischem Text. Für interaktive Formulare brauchst du einen PDF-Editor, der die Felder anlegt und ihre Eigenschaften definiert. PDF Expert bietet diese Funktion und speichert das Ergebnis als reguläres, plattformübergreifend ausfüllbares PDF.
PDFs kennen zwei Arten von Schutz. Ein Öffnen-Passwort verhindert, dass Unbefugte das Dokument überhaupt anzeigen. Ein Berechtigungs-Passwort schränkt ein, was mit der Datei möglich ist, etwa Drucken, Kopieren oder Bearbeiten. Word kann beim Export ein Passwort vergeben. PDF-Editoren gehen weiter und erlauben eine feinere Rechtevergabe sowie eine stärkere Verschlüsselung. Für sensible Unterlagen gilt: Ein langes, einmaliges Passwort schützt deutlich besser als eine kurze Standardkombination, und der Versandweg für das Passwort sollte ein anderer sein als der für die Datei.
PDF/A ist der Standard für die langfristige, revisionssichere Ablage, wie sie etwa im Rahmen der GoBD für steuerrelevante Unterlagen erwartet wird. Der Kern: Alle Schriften und Ressourcen werden in die Datei eingebettet, damit das Dokument auch in vielen Jahren ohne externe Abhängigkeiten identisch dargestellt wird. Word bietet den PDF/A-Export in den Speicheroptionen als "ISO 19005-konform" an. Für Unternehmen, die Belege dauerhaft aufbewahren müssen, ist das die richtige Einstellung, während der normale PDF-Export für den Alltagsversand genügt.
Das ist das häufigste Praxisproblem und fast immer eine Frage der Schriften. Wenn eine verwendete Schrift nicht in die PDF eingebettet ist, ersetzt das fremde Gerät sie durch eine andere. Dadurch verschieben sich Zeilen, Abstände geraten durcheinander, und Tabellen laufen aus dem Raster. Die Lösung besteht darin, die Schriften beim Erstellen einzubetten. Word macht das beim Export in der Regel automatisch, bei exotischen Schriften lohnt sich ein Blick in die Optionen. Genau dieser Punkt ist auch der Grund, warum man ein finales Dokument als PDF und nicht als Word-Datei verschickt: Die PDF friert das Layout ein, die Word-Datei nicht.
Große Dateien entstehen fast immer durch hochauflösende Bilder. Beim Verkleinern werden Bilder komprimiert und ihre Auflösung auf ein sinnvolles Maß heruntergerechnet, außerdem lassen sich ungenutzte Objekte entfernen. Word bietet beim Export die Option "Minimale Größe" für den Web- und E-Mail-Versand. PDF-Programme haben dafür eine eigene Optimierungs- oder Komprimierungsfunktion, mit der sich die Zielgröße genauer steuern lässt, ohne den Text unleserlich zu machen.
Das Zusammenführen mehrerer Dateien zu einer PDF gehört zu den Aufgaben, die Word und Bordmittel nicht abdecken. Dafür braucht es einen PDF-Editor, der Seiten aus verschiedenen Quellen kombiniert, ihre Reihenfolge ändert und einzelne Seiten löscht oder dreht. Typisch ist das bei Angebotsmappen, Projektunterlagen oder gesammelten Belegen, die als ein Dokument verschickt werden sollen. In PDF Expert lassen sich Seiten per Miniaturansicht einfach anordnen und zu einer Datei verbinden.
Der PDF-Export gehört seit Word 2010 zum festen Funktionsumfang, moderne Versionen beherrschen ihn ohne Zusatztools. Interessant ist eher die Lizenzfrage. Wer kein Abo möchte und eine dauerhaft nutzbare Version bevorzugt, ist mit einer LTSC-Ausgabe gut bedient: Sie wird einmal gekauft, läuft ohne monatliche Kosten und eignet sich für Arbeitsplätze, an denen ein stabiler, langfristig gleichbleibender Funktionsstand gefragt ist. Für die reine PDF-Erstellung aus Texten, Tabellen und Serienbriefen deckt das alles Nötige ab.
Microsoft Word 2021 LTSC ansehen
Beide Programme können PDFs erzeugen, verfolgen aber unterschiedliche Zwecke. Word ist ein Textverarbeitungsprogramm, das PDFs als Ausgabeformat mitliefert und plattformübergreifend auf Windows und Mac läuft. PDF Expert ist ein spezialisiertes PDF-Werkzeug für die Apple-Welt, das bestehende PDFs bearbeitet, zusammenführt und mit Formularen versieht. Die folgende Tabelle stellt die kaufrelevanten Unterschiede rund um die PDF-Arbeit gegenüber.
| Funktion | Word 2021 LTSC | PDF Expert |
|---|---|---|
| Neue PDF exportieren | ✓ | ✓ |
| Passwortschutz | ✓ | ✓ |
| Bestehende PDF direkt bearbeiten | Limited | ✓ |
| Anmerkungen & Kommentare | Limited | ✓ |
| Ausfüllbare Formulare erstellen | ✕ | ✓ |
| PDFs zusammenführen & ordnen | ✕ | ✓ |
| Windows | ✓ | ✕ |
| macOS | ✓ | ✓ |
| iPhone & iPad | Limited | ✓ |
| Dauerhafte Einmallizenz | ✓ | Partial |
| Primär Textverarbeitung | ✓ | ✕ |
| Spezialisiert auf PDF-Bearbeitung | ✕ | ✓ |
Zur Einordnung der Hinweise: "Limited" bei der PDF-Bearbeitung und bei Anmerkungen bedeutet, dass Word eine PDF zwar öffnet, sie aber in ein Word-Format umwandelt, wodurch sich das Layout verschieben kann. "Limited" bei iPhone und iPad bezieht sich auf die mobilen Word-Apps, die einfache PDFs erzeugen, aber nicht den vollen Umfang der Desktop-LTSC-Version bieten. "Partial" bei der Einmallizenz von PDF Expert steht dafür, dass die dauerhafte Lizenz für die Mac-Version gilt, während die geräteübergreifende Nutzung auf iPhone und iPad üblicherweise über ein Abo läuft.
Im professionellen Umfeld zählen andere Kriterien als am privaten Rechner. Entscheidend ist zuerst das Lizenzmodell: Eine dauerhafte Volumen- oder Einmallizenz ist über Jahre planbarer als ein Abo, das laufend Kosten verursacht. Zweitens spielt die Gerätelandschaft eine Rolle. Ein Windows-geprägtes Unternehmen kommt mit dem PDF-Export aus Word weit, ein Team aus Mac- und iPad-Nutzern profitiert dagegen von einem spezialisierten PDF-Programm. Hinzu kommen Anforderungen an Revisionssicherheit über PDF/A, an Verschlüsselung sensibler Dokumente und an das saubere Schwärzen vertraulicher Passagen, das ein einfacher schwarzer Balken nicht leistet.
Ein paar Stolperstellen tauchen immer wieder auf:
Eine kurze Entscheidungshilfe:
Wer vorab klärt, ob er PDFs nur erzeugen oder auch bearbeiten will, und welches Betriebssystem im Haus dominiert, trifft die Kaufentscheidung fast von allein richtig.
By continuing to browse our site you agree to our use of cookies, revised Privacy Policy and Terms of Service.
More information about cookies